Case: medica mondiale

csm_Koeln_Demo-2021_Sophie-Dettmar_medica-mondiale
© Sophie Dettmar/medica mondiale

Die Ausgangssituation

medica mondiale ist eine Organisation für Frauenrechte mit Sitz in Köln. Die Organisation unterstützt Frauen und Mädchen, die von sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt in Krisengebieten und Kriegsregionen betroffen sind, gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen in mehreren Weltregionen. Charakteristisch ist der Mehrebenenansatz: medica mondiale wirkt auf individueller, gesellschaftlicher und politischer Ebene auf eine gerechtere Welt hin.

Extern war damit zu rechnen, dass staatliche Fördermittel als eine wichtige Finanzierungssäule künftig knapper werden. Die Organisation wollte sich finanziell sicherer aufstellen. Intern war durch einen Wechsel in der Bereichsleitung und mehrere Personalwechsel ein weitgehend neues Team entstanden, das eine gemeinsame Richtung und einen verbindenden Moment suchte. Das Fundraising war über gewachsene Strukturen entlang einzelner Instrumente organisiert, mit den daraus folgenden Zuständigkeiten. Ein Case for Support war bereits im Vorfeld erarbeitet worden und bildete eine inhaltliche Grundlage.

 

v.l.n.r.: © Simon Rupieper; Cornelia Suhan/medica-mondiale; Stefanie Loos; Medica Liberia; Steffi Meyer/medica mondiale

Die Aufgabe

Entwicklung einer Fundraisingstrategie auf Basis einer zugehörigen Wettbewerbsanalyse mit konkreten Handlungsempfehlungen für die nächsten drei bis fünf Jahre.

Durchsicht aller Fundraisinginstrumente und Empfehlung zu ihrer Ausrichtung in einem passenden Gesamtmix, inklusive Empfehlungen zu Personal sowie zu Themen rund um Stiftung und Nachlass.

Ziel war es, als neu zusammengesetztes Team eine gemeinsame strategische Richtung zu finden und medica mondiale finanziell sicherer aufzustellen.

Zeitraum: gemeinsame Zusammenarbeit über rund ein halbes Jahr (2025).

Zielgenaue Leistungen

  • Eine Wettbewerbsanalyse mit anschließender Standortanalyse als Grundlage der strategischen Empfehlungen.
  • Entwicklung einer Fundraisingstrategie mit Empfehlungen für drei – fünf Jahre.
  • Empfehlungen zu Personal und Struktur, unter anderem zum Nachlassfundraising und zum Betreuungsschlüssel im Großspendenbereich.
  • Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Nachlassfundraisings und des Stiftungsengagements.
  • Ein begleiteter, gemeinsamer Strategieprozess über rund ein halbes Jahr.
  • Auftaktworkshop, iterative Gespräche, Check-In Runden und abschließender Strategieworkshop
  • Enge Einbindung von Team und zuständiger Vorständin.

Die Wirkung

  • Eine Landscapeanalyse und ein tragfähiges Strategiepapier mit Empfehlungen für drei – fünf Jahre als gemeinsame Richtschnur.
  • Ein verbindender Prozess für das neu zusammengesetzte Team, das dabei auch das bereits Erreichte sichtbar machen konnte.
  • Ergebnisse, die in die übergeordnete Organisationsstrategie einfließen (der Organisationsprozess folgt im kommenden Jahr).
  • Stärker integriertes Arbeiten. Die Bereiche greifen heute enger ineinander.
  • Missionsgetrieben kommunizieren und konkrete Projekte auf die übergeordnete Vision zurückbeziehen.
  • Der eigenen Zielgruppe anspruchsvollere Inhalte zutrauen.
  • Auf eigene Stiftungskompetenz im Haus zurückgreifen (Lehrgang zur Stiftungsmanagerin abgeschlossen).
  • Das integrierte und missionsgetriebene Arbeiten ist in der Praxis angekommen, etwa beim Weihnachtsmailing.
  • Eine neue Stelle für das Nachlassfundraising und ein dadurch verbesserter Betreuungsschlüssel im Großspendenbereich, mit ersten Ergebnissen nach rund zehn Monaten.
  • Ein Stiftungsfonds, der strategisch weitergedacht wird (Prüfung einer Treuhandstiftung, möglicher Relaunch).
  • Eine Strategie, die fortwirkt, etwa in der Planung des nächsten Weihnachtsmailings.
„Dass unsere Vorständin den ganzen Prozess miterlebt hat, hat viel fürs Fundraising in der Organisation getan. Am Ende war die Strategie für sie ein Prozess und kein fertiges Dokument, das aus dem Nichts auf sie zukommt.“

 

Saskia Hintz
Bereichsleiterin Fundraising, medica mondiale

© Rendel Freude / medica mondiale