Case: zuhören draussen

Die Ausgangssituation
zuhören draussen schafft mit „Zuhörbänken“ und Zuhörräumen Orte der Begegnung im öffentlichen Raum, an denen geschulte Ehrenamtliche Menschen einfach zuhören. Im Oktober 2021 als lokale Idee in Düsseldorf gestartet, ist die Initiative heute bundesweit in 17 Städten aktiv – getragen von mehreren hundert Ehrenamtlichen, einer eigenen App und einem eigenen Podcast.
Aus einer lokalen Idee sollte eine bundesweite Bewegung werden. Die größte Hürde war, „die erste Klippe zu überwinden“: ein neuartiges Angebot, das in keine gängige Förderlogik passte – weder eindeutig „Sozial“ noch „Kultur“ – und anfangs als „Luxusprojekt“ wahrgenommen wurde, gegenüber Fördermittelgebern und Kommunen glaubhaft zu machen. Gleichzeitig fehlten skalierbare Strukturen für das Onboarding neuer Ehrenamtlicher und Standorte sowie die organisationale und rechtliche Grundlage, um professionell und bundesweit zu wachsen.
© Michael Lübke 2023 & zuhoeren draussen Stadt Münster
Die Aufgabe
Fundraising von Anfang an systematisch auf- und ausbauen, um aus einer lokalen Idee eine finanziell tragfähige, skalierbare und bundesweit wirksame Organisation zu entwickeln. Konkret:
- Entwicklung von Cases for Support – inkl. der Erkenntnis, Teilprojekte (z. B. Zuhörbänke, Schulungen, einzelne Standorte) eigenständig finanzierbar zu machen und einem mission-driven Ansatz der Kommunikation
- Recherche von Förderpotenzialen und Hilfestellung bei der Antragstellung
- Einbindung von Fachexpertise über die Gründung und Teilnahme im Beirat; Beratung zur Rechtsform (gUG → gGmbH)
- Capacity Building: Aufbau der Geschäftsstelle und Personalplanung
- Budget- und Haushaltsplanung
Zielgenaue Leistungen
Mehrjährige, partnerschaftliche Langzeitbegleitung seit Dezember 2022 – keine punktuelle Einzelmaßnahme. Format: Mischung aus laufender Beratung und Sparring, Workshops (u. a. Vision/Mission) und konkreter Hands-on-Unterstützung (Cases, Förderanträge, Budget- und Haushaltsplanung).
- Entwicklung modularer Cases for Support (je Teilprojekt einzeln finanzierbar, mit durchgängigem rotem Faden)
- Fördermittelrecherche und Begleitung bei Antragstellungen
- Strategisches Sparring und Perspektivwechsel von außen
- Beratung zur Rechtsform (gUG → gGmbH) und Aufbau/Begleitung des Beirats (Fachexpertise)
- Capacity Building: Aufbau der Geschäftsstelle, Personalplanung
- Budget- und Haushaltsplanung
Die Wirkung
Die Initiative wächst weiter und professionalisiert sich kontinuierlich; aktuell richtet sie sich intern erneut neu aus (Organisationsentwicklung).
Neue Kooperationen und Auftritte entstehen laufend – etwa ein geplanter gemeinsamer Auftritt zu einem bundesweiten Großereignis und ein Fachartikel. Die Zusammenarbeit mit Zielgenau wird fortgeführt und aktiv weiterempfohlen.
- Jahresetat von rund 25.000 € auf 200.000 € gesteigert (in vier Jahren, Jahr für Jahr gewachsen)
- Skalierung von einem Standort auf 17 Städte, mehrere hundert Ehrenamtliche, eigene App, eigener Podcast
- Rechtsformwechsel von der gUG zur gGmbH; neue Co-Gesellschafterin, Aufbau einer eigenen Geschäftsstelle mit Leitung
- Modulares Fundraising: gezielt Teilprojekte finanzieren, statt das Gesamtprojekt „verkaufen“ zu müssen
- Kooperationen aufbauen und in Multiplikation, Sichtbarkeit und Identifikation übersetzen (z. B. Bibliotheken als Partner, gemeinsame Auftritte)
- Förderanträge eigenständig und mit klarem roten Faden stellen
- Skalierung über strukturiertes Onboarding neuer Ehrenamtlicher und Standorte; professionelles Agieren als gGmbH
„Am Ende braucht es unternehmerischen Mut, auch mal jemanden einzustellen, obwohl das Geld noch nicht da ist, und ins kalte Wasser zu springen. Zielgenau hat uns dabei immer wieder bestärkt und einen Perspektivwechsel ermöglicht: den Blick von außen, bevor man betriebsblind wird. So sind wir nach und nach aus einer lokalen Idee zu einer bundesweiten Bewegung geworden.“
Christine von Fragstein
Gründerin von zuhören draussen

© Judith Uhlemann







