Das Ergebnis der Bundestagswahl am 23. Februar wird vielfältige Veränderungen mit sich bringen – für Unternehmen, Privatpersonen und für die Zivilgesellschaft. Während einige Entwicklungen noch spekulativ sind, zeichnen sich andere bereits deutlich ab. Klar ist, dass ein deutlicher Ruck zu konservativen Positionen und Vorstellungen stattgefunden hat. Diese politischen Weichenstellungen werden sich auch auf den gemeinnützigen Sektor und insbesondere auf das Fundraising auswirken.
Ein Blick in die Zielgenau-Glaskugel zu den Trends und Entwicklungen lässt uns orakeln
- Reduzierte staatliche Zuschüsse: Der Staat – ob Bund, Land oder Kommune – wird eher weniger als mehr Zuschüsse für gemeinnützige Arbeit geben. Förderprogramme werden reduziert oder nach dem Ende der EU-Förderperiode 2027 auslaufen.
- Fachkräftemangel und Einsparmaßnahmen: Besonders Pflegeeinrichtungen, Hospize und Gesundheitsorganisationen werden von Fachkräftemangel und Einsparmaßnahmen betroffen sein – die Finanzierung einer qualitätsgerechten Arbeit dürfte schwieriger werden.
- Weniger Mittel für sozialbenachteiligte Gruppen: Für die Schwächsten in der Gesellschaft, wie Wohnungslose, psychisch Kranke oder Menschen mit Behinderungen, dürften die Mittel eher weniger werden.
- Investitionsstau in Infrastruktur: Gemeinnützige Projekte könnten eine geringere Priorität erhalten, da Investitionen in Infrastruktur wie Brücken, Bundeswehr oder Schulen im großen Stil notwendig sind.
- Klimawandel: Aufgrund der angespannten Haushaltslage könnten weniger Mittel für nachhaltige Projekte und Klimaanpassung bereitgestellt werden.
- Mehr Eigenverantwortung: Die Verantwortung des Einzelnen für Gesundheit und Altersvorsorge wird zunehmen. Gemeinnützige Organisationen müssen mehr Eigenverantwortung und unternehmerisches Handeln aufbringen.
Welche Schlussfolgerungen ziehen wir daraus für das Fundraising?
Wenn wir in die Glaskugel schauen, können wir nur Vermutungen anstellen, aber es ist wichtig, gewappnet zu sein, um gestärkt nach vorne zu arbeiten. Fördermittel des Bundes werden sicherlich überprüft und wahrscheinlich weniger (bei „Demokratie leben!“ wurde dies bereits explizit angekündigt). Der Trend, bei Investitionsprojekten mit (zinslosen) Darlehen zu arbeiten, wird bleiben. Es ist wichtig, die Abhängigkeit von einer oder wenigen Haupteinnahmequellen zu reduzieren. Dies erfordert eine systematische Umsetzung, eine klare Strategie und die notwendigen Investitionen.
Ein systematisches Fundraising ist unerlässlich, ob Fördermittel oder Spenden. Die Donor Journey sollte konsequent verfolgt werden. Gemeinnützige Organisationen müssen sich auf die Lebenswelt, Sprache und Vorstellungen jüngerer Zielgruppen einlassen. Automatisierung in der Buchhaltung oder im Fundraising ist notwendig. Zudem bieten strategische Kollaborationen eine große Chance, Positives zu entfachen. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen können Synergien genutzt und gemeinsame Ziele effektiver erreicht werden.
FAZIT: Es ist Zeit für einen Frühjahrsputz und das Loslassen ineffizienter Aktivitäten. Organisationen müssen das dominante Narrativ prägen, um erfolgreich zu sein. Ein überzeugender Case for Support ist entscheidend.
**Fundraising in der Glaskugel**
Die Zukunft zeigt sich düster, klar und kalt,
Der Staat zieht sich aus seiner Pflicht zurück.
Es fehlt an Mitteln, überall wird’s knapp,
Doch wir vertrauen weiter auf Geschick.
Die Schwächsten trifft es hart, das Geld wird knapp,
Doch Brücken, Straßen, Schulen wachsen hoch.
Für uns bleibt wenig, nur ein leerer Topf,
Und dennoch halten wir an Hoffnung hoch.
Mit klarem Plan und mutigem Verstand
Gestalten wir das Fundraising neu.
Wir setzen auf System und starke Hand,
Diversität macht unsren Weg nun frei.
Die Zeiten sind herausfordernd, doch wir gehen weiter,
mit Entschlossenheit, neuen Ideen und dem Willen, etwas zu verändern.
(Sonett, gemeinsam mit KI verfasst)







