Branchenspezifische Praxiserhebung zeigt:
Fünf typische Muster bremsen das Fundraising aus
Seit 20 Jahren begleiten wir Non-Profit-Organisationen jeder Art – Vereine, Stiftungen, Verbände, gGmbHs. Dabei begegnen uns die immer gleichen Muster. In 2026 wollten wir wissen, wie sich die Muster bündeln lassen. Also haben wir unsere eigenen Daten ausgewertet. Wer aktiv Fundraising betreibt, müsste eigentlich auf der sicheren Seite sein. Unsere Praxiserhebung des Fundraising Checks zeigt: So einfach ist es nicht. Selbst Organisationen, die sich intensiv mit Fundraising beschäftigen, stolpern immer wieder über dieselben strukturellen Probleme.
Was gemessen wurde
Grundlage ist der Fundraising-Check: ein Selbstauskunfts-Instrument, das den Reifegrad der Fundraising-Praxis entlang von sechs Dimensionen und 33 Indikatoren erfasst. In die Auswertung sind 87 Organisationen eingeflossen, erhoben 2025/2026.
Ein Hinweis zur Einordnung, weil Ehrlichkeit hier dazugehört: Es handelt sich um eine explorative Praxiserhebung, nicht um eine repräsentative Studie. Die Teilnehmenden stammen aus dem Beratungs- und Interessentenumfeld – also aus Organisationen, die sich ohnehin schon aktiv mit Fundraising befassen. Aber genau das macht die Ergebnisse für die Praxis so aussagekräftig: Wenn schon die Engagierten hier Lücken haben, wie sieht es dann im Rest des Sektors aus?
Vier Zahlen, die aufhorchen lassen
- 95 % bezeichnen die Abhängigkeit von der Haupteinnahmequelle als groß bis existenziell.
- 65 % arbeiten ohne schriftliches Fundraising-Konzept.
- 56 % nutzen den Google Ad Grant nicht – und verschenken damit bis zu 120.000 US-Dollar Werbewert pro Jahr.
- 49 % haben keine definierte Donor Journey.
Noch einmal zur Erinnerung: Das sind keine Nachzügler. Das sind Organisationen, die Fundraising bereits sehr ernst nehmen. Damit wird klar: Wer aktiv Fundraising betreibt, ist damit noch lange nicht abgesichert.
Aus Einzelbefunden ergeben sich fünf typische Muster
Die eigentliche Erkenntnis liegt nicht in einzelnen Prozentwerten, sondern darin, wie sie sich verbinden. In der Zusammenschau der Ergebnisse leiten sich fünf wiederkehrende Muster ab – strukturelle Problemlagen, die sich quer durch den Sektor ziehen:
- Die strategielose Maschine – Fundraising läuft, aber ohne Rahmen. Aktivität ersetzt keine Strategie.
- Die Abhängigkeitsfalle – ein einziges Standbein trägt fast alles. Und es wackelt.
- Das digitale Niemandsland – die Infrastruktur ist da, die Systematik fehlt. Jede Neugewinnung wird zur Sisyphusarbeit.
- Der unsichtbare Förderer – Spender:innen kommen, aber niemand weiß es, niemand pflegt den Kontakt, niemand entwickelt ihn weiter.
- Die Glaubwürdigkeitslücke – die Wirkung ist da, kommt nach außen aber nicht an. Argumentiert wird aus der Innensicht, nicht aus Sicht der Förderer.
Das Entscheidende: Diese Muster stehen selten für sich. Sie greifen ineinander. Wer nur an einer Stelle ansetzt – etwa ein neues Tool einführt oder eine einzelne Kampagne startet, behandelt ein Symptom, nicht die Ursache.
Warum Einzelmaßnahmen scheitern
Ein fehlendes Fundraising-Konzept lässt sich nicht durch eine Software lösen. Eine unsichere Einnahmebasis nicht durch den nächsten Förderantrag. Und Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch ein schöneres Layout. Die Muster sind strukturell und brauchen deshalb eine strukturelle Antwort: einen Prozess, der von der Analyse über die Strategie bis in die operative Umsetzung reicht und das Team dauerhaft befähigt, statt neue Abhängigkeiten zu schaffen.
Welches Muster steckt in der eigenen Organisation?
Die vollständige Praxiserhebung enthält alle 33 Indikatoren, die detaillierte Herleitung der fünf Muster und die methodischen Grenzen, transparent ausgewiesen.
Vom Befund zur Lösung: der Fundraising Turbo
Die Muster zeigen kein Motivationsproblem, sondern ein Strukturproblem. Und Struktur lässt sich nicht mit Einzelmaßnahmen reparieren – ein neues Tool löst kein fehlendes Konzept, ein Förderantrag keine Abhängigkeit. Deshalb haben wir den Fundraising Turbo entwickelt: um den Problemen eine klare Marschrichtung entgegenzusetzen, statt an Symptomen zu arbeiten.
Zu jedem der fünf Muster gibt es eine ideale Lösung. Unsere Empfehlung:
- Die strategielose Maschine → eine Fundraising-Strategie als Steuerungsinstrument: Ziele, Maßnahmen und Mittelfluss in einem klaren Fahrplan. So wird aus Aktivität eine Richtung.
- Die Abhängigkeitsfalle → Diversifizierung mit Methode: ein zweites Standbein statt des nächsten Antrags – geplant nach Instrumenten, Zielgruppen und Zeithorizont.
- Das digitale Niemandsland → integrierte Kommunikation mit System: Case for Support als Kern, Online-Strecke, Redaktionsplan und ein konsequent bespielter Ad Grant.
- Der unsichtbare Förderer → eine gepflegte Donor Journey mit CRM und zeitnahem Dank, die aus einmaligen Spenden dauerhafte Bindung macht.
- Die Glaubwürdigkeitslücke → Wirkung von außen nach innen gedacht: vom Case for Support bis zum passenden Medium – damit die Botschaft ankommt.
Der entscheidende Unterschied: Die Muster greifen ineinander – also greift auch die Lösung ineinander. Nicht fünf lose Bausteine, sondern ein durchgängiger Prozess von der Analyse über die Strategie bis in die Umsetzung, der das Team am Ende befähigt, es selbst zu tragen.
Wie der Fundraising Turbo bei welchem Muster konkret ansetzt, zeigt die Turbo-Seite im Detail.







